Selbsthilfe mit Quellen
Was kann ich bei Ängsten selbst tun?
Diese Übersicht sammelt, was die Forschung zu einzelnen Maßnahmen zeigt, und ordnet jede nach ihrer Evidenzstärke ein. Die Reihenfolge folgt der Studienlage, nicht der Beliebtheit. Zur Skala gehören auch die Stufen für das, was schwächer belegt ist als sein Ruf. Einträge dieser Art sind in Arbeit.
Wie die Einstufung zu lesen ist
- Gut belegt
- Mehrere unabhängige Übersichtsarbeiten oder Meta-Analysen zeigen einen Effekt in dieselbe Richtung.
- Belegt, unter Bedingungen
- Der Effekt zeigt sich, aber nur in bestimmter Form, Dosis oder Situation. Die Bedingungen stehen im Eintrag.
- Überschätzt
- Wirkt besser als nichts, aber nicht besser als andere Maßnahmen. Als Hauptmaßnahme die schwächere Wahl.
Die ganze Skala
Die Skala hat fünf Stufen. Diese hier sind zu diesem Anliegen noch an keine Maßnahme vergeben.
- Hinweise
- Es gibt Befunde, aber zu wenige, zu kleine oder methodisch zu schwache, um von belegt zu sprechen.
- Unklar
- Die Studienlage lässt keine Aussage zu, oder das Untersuchte ist nicht dasselbe wie das, was im Alltag darunter verstanden wird.
Nach Studienlage geordnet
- 1
Selbsthilfe nach Verhaltenstherapie
Sich dem zuzuwenden, was man meidet, ist der unangenehmste Teil der Selbsthilfe bei Ängsten. Belegt ist die Selbsthilfe als Ganzes, nicht dieser Teil allein.
Belegt, unter BedingungenIn Selbsthilfeform untersucht - 2
Digitale Selbsthilfeprogramme
Mit menschlicher Begleitung wirkt es deutlich besser als Warten, und der Effekt ist ein Jahr später noch messbar. Ob es an Therapie vor Ort heranreicht, ist offen.
Gut belegtIn Selbsthilfeform untersucht - 3
Körperliche Aktivität
Training senkte Angstbeschwerden bei Kindern, Erwachsenen und Älteren, jeweils gegenüber Gruppen ohne Training. Für eine festgestellte Angststörung fehlen eigene Zahlen.
Belegt, unter Bedingungen
Bewusst außerhalb der Reihenfolge
Diese Einträge stehen nicht in der Rangliste, weil sie sich nicht als Selbsthilfemaßnahme einordnen lassen. Warum, steht jeweils im Eintrag.
Was diese Seite nicht ist
Selbsthilfe ersetzt keine Behandlung und keine Diagnose. Diese Seite gibt keine Empfehlung für deinen Fall, sondern zeigt, was in Studien untersucht wurde. Ob etwas davon zu dir passt, lässt sich hier nicht beantworten. Bei Mitteln zum Einnehmen gilt zusätzlich: die Entscheidung gehört in ärztliche oder apothekerliche Hände, besonders wenn du schon Medikamente nimmst.
Wenn es akut ist: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222, rund um die Uhr und kostenfrei. In Lebensgefahr die 112.
