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Selbsthilfe mit Quellen

Was kann ich bei Einsamkeit selbst tun?

Diese Übersicht sammelt, was die Forschung zu einzelnen Maßnahmen zeigt, und ordnet jede nach ihrer Evidenzstärke ein. Die Reihenfolge folgt der Studienlage, nicht der Beliebtheit. Zur Skala gehören auch die Stufen für das, was schwächer belegt ist als sein Ruf. Einträge dieser Art sind in Arbeit.

Wie die Einstufung zu lesen ist

Belegt, unter Bedingungen
Der Effekt zeigt sich, aber nur in bestimmter Form, Dosis oder Situation. Die Bedingungen stehen im Eintrag.
Hinweise
Es gibt Befunde, aber zu wenige, zu kleine oder methodisch zu schwache, um von belegt zu sprechen.
Die ganze Skala

Die Skala hat fünf Stufen. Diese hier sind zu diesem Anliegen noch an keine Maßnahme vergeben.

Gut belegt
Mehrere unabhängige Übersichtsarbeiten oder Meta-Analysen zeigen einen Effekt in dieselbe Richtung.
Unklar
Die Studienlage lässt keine Aussage zu, oder das Untersuchte ist nicht dasselbe wie das, was im Alltag darunter verstanden wird.
Überschätzt
Wirkt besser als nichts, aber nicht besser als andere Maßnahmen. Als Hauptmaßnahme die schwächere Wahl.

Nach Studienlage geordnet

  1. 1

    Digitale Selbsthilfeprogramme

    Für internetgestützte Programme nach verhaltenstherapeutischen Grundsätzen liegen randomisierte Studien mit mittleren bis großen Effekten vor. Beide Kernstudien waren therapeutisch begleitet. Eine breitere Übersicht fand für selbstgeführte Einzelprogramme mit psychologischem Inhalt nur einen kleinen Effekt von etwa 0,2. Ob die Begleitung den Unterschied macht, ist offen.

    Belegt, unter Bedingungen
  2. 2

    Achtsamkeitsbasierte Programme

    Achtsamkeitsprogramme können Einsamkeit senken, die Belege dafür sind aber schmal. Die tragende Auswertung stützt sich auf drei kleine Studien mit zusammen 94 Menschen, und in vier von acht untersuchten Studien zeigte sich kein Effekt.

    Hinweise

Was diese Seite nicht ist

Selbsthilfe ersetzt keine Behandlung und keine Diagnose. Diese Seite gibt keine Empfehlung für deinen Fall, sondern zeigt, was in Studien untersucht wurde. Ob etwas davon zu dir passt, lässt sich hier nicht beantworten. Bei Mitteln zum Einnehmen gilt zusätzlich: die Entscheidung gehört in ärztliche oder apothekerliche Hände, besonders wenn du schon Medikamente nimmst.

Wenn es akut ist: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222, rund um die Uhr und kostenfrei. In Lebensgefahr die 112.