Thema
Psychologische Beratung in Schwangerschaft und erster Elternzeit
Die Zeit, in der alle gratulieren und niemand fragt, wie es dir wirklich geht. Hier findest du Psycholog:innen, die durch diese Monate begleiten.
2 Psycholog:innen arbeiten zu diesem Thema
Die Reihenfolge wechselt bei jedem Aufruf. Es gibt kein Ranking und keine Bewertung, du entscheidest selbst, wen du ansprichst.
Ines Schoblocher
Psychologin (M.Sc.) · 10 Jahre Erfahrung
Virginie Aileen Schneider-Gröpel
Psychologin (M.Sc.) · 2 Jahre Erfahrung
Unsicher, wer davon passt?
Der Wegweiser stellt dir ein paar Fragen und zeigt dir danach die Profile, die zu deinen Angaben passen. Er entscheidet nichts für dich, die Auswahl bleibt deine.
Zum WegweiserWoran du es merken kannst
- Alle freuen sich und ich fühle nicht das, was ich fühlen soll.
- Ich habe Angst vor der Geburt und traue mich kaum, das zu sagen.
- Ich bin ständig erschöpft und komme trotzdem nicht zur Ruhe.
- Ich habe das Gefühl, ich mache es falsch, seit dem ersten Tag.
- Von der Person, die ich vorher war, ist gerade wenig übrig.
Das ist kein Test und keine Diagnose, sondern eine Orientierung. Ein Gespräch ist auch dann sinnvoll, wenn nichts davon genau passt.
Wenn es dir gerade sehr schlecht geht
Bei Gedanken, dir oder deinem Kind zu schaden, warte nicht auf einen Termin. Telefonseelsorge 0800 111 0 111, kostenfrei und rund um die Uhr. In akuter Gefahr 112. Auch deine Frauenärzt:in, Hebamme oder Hausärzt:in ist eine erste Anlaufstelle.
Was in der Beratung passiert
Rund um Schwangerschaft und Geburt wird viel über das Kind gesprochen und wenig über die Person, die das trägt. Dabei verändern sich in dieser Zeit Körper, Beziehung, Rolle und Alltag gleichzeitig, und dafür gibt es selten einen Ort zum Sortieren.
In der Beratung ist Platz für Ambivalenz, ohne dass jemand erschrickt. Es geht um Erwartungen an dich selbst, um die Partnerschaft, die sich gerade neu ordnet, und um praktische Wege durch Tage, die kaum planbar sind. Dass die Termine von zuhause stattfinden und sich verschieben lassen, macht sie in dieser Phase für viele erst erreichbar.
Was Beratung hier nicht ist
Beratung ersetzt keine ärztliche oder hebammengeleitete Betreuung und keine Behandlung einer postpartalen Depression. Für Abklärung und Behandlung sind Ärzt:innen und approbierte Psychotherapeut:innen zuständig. Wenn die Belastung schwer ist oder Gedanken auftreten, dir oder dem Kind zu schaden, wende dich bitte sofort an eine Ärzt:in, an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder im Notfall an die 112.
Häufige Fragen
Geht das auch mit Kind dabei?
Ja. Die Sitzungen finden von zuhause statt, und Unterbrechungen gehören dazu.
Ist es normal, sich nicht nur zu freuen?
Ambivalente Gefühle gehören für viele zu dieser Zeit, und es ist häufiger, als darüber gesprochen wird. Genau dafür ist ein Gespräch da. Ob mehr dahintersteckt, stellt Beratung nicht fest. Wenn die Niedergeschlagenheit anhält oder schwerer wird, gehört sie ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt.
Kann ich schon in der Schwangerschaft anfangen?
Ja. Viele beginnen vor der Geburt, gerade wenn es Ängste gibt oder eine frühere Geburt belastend war.
In akuten Krisen gibt es sofort Hilfe.
Online-Beratung kann bei vielem entlasten, sie ist aber nicht für akute Notlagen gedacht. Wenn es dir gerade sehr schlecht geht, hol dir bitte sofort Unterstützung, rund um die Uhr und kostenlos.
Telefonseelsorge
0800 111 0 111
kostenlos, rund um die Uhr
Im Notfall
112
Rettungsdienst
